Speichertraining mit Karteikarten

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Speichertraining: Lernen mit Karteikarten

Lernen von Vokabeln, dem 1×1 oder von deutschen Wörtern (z. B. bei einer Lese-Rechtschreibschwäche) mit dem Speichertrainig zeigt nachhaltigen Erfolg

Das Ziel des Speichertrainings mit der Lernbox ist es, Automatismen aufzubauen. Automatismen ermöglichen uns unbewusste Handlungen, also das Agieren ohne darüber nachzudenken.

Erst wenn wir über Automatismen verfügen, können wir Vokabeln und Wörter ohne Anstrengung mit geringer Aufmerksamkeit abrufen. Sie ermöglichen uns, eine Sprache flüssig und sehr schnell zu verstehen, zu sprechen und zu schreiben. Das Auswendiglernen von Vokabeln reicht nicht aus, um die Vokabeln auch Wochen nach einem Vokabeltest noch ausreichend zu behalten. Wir benötigen zunächst auch keine Regeln, um das Sprechen, Lesen oder Schreiben zu erlernen.

Regeln für ein erfolgreicheres Lernen von Vokabeln

  • Schüler sollten möglichst konstant ca. 5 Vokabeln/ Wörter pro Tag und 5 Tage pro Woche lernen. Am 6. Tag sollte zuhause oder in der Schule ausschließlich ein schriftlicher Vokabeltest/ Diktat aus den bereits gelernten Vokabeln/ Wörtern durchgeführt werden.
  • Dies bedeutet auch, dass die bisher gelernten Vokabeln/ Wörter immer wieder wiederholt werden müssen. Also wiederholen Schüler nach 5 Tagen zunächst ca. 20-25 Vokabeln/ Wörter, um anschließend 5 neue Vokabeln zu lernen.
  • Neue Vokabeln kommen nur dann dazu, wenn die wiederholten Wörter/ Vokabeln sicher beherrscht werden. Ansonsten werden immer zuerst die fehlerhaften bzw. unsicheren Wörter/ Vokabeln gelernt, da diese aus dem Gedächtnis gefallen sind und als neue Wörter angesehen werden müssen.
  • Eine Lerneinheit wird so ca. 10- 15 Minuten dauern, je nach Gewöhnung oder Trainingsstand. Benötigen die Kinder länger, sollten zunächst weniger Vokabeln/ Wörter gelernt werden, sodass die Lerndauer von 15 Minuten nicht überschritten wird.
    Hier finden Sie die genaue Beschreibung einer Lerneinheit mit der Lernbox.
  • Um den Unterricht besser verfolgen zu können, sollten Schüler die kommenden Vokabeln im Voraus lernen und nicht als Hausaufgabe im Nachhinein.

Das Lernen von 20 – 30 Vokabeln 2-3 Tage vor einem Vokabeltest macht bei heutiger Alltagsbelastung der Schüler keinen Sinn, da das Gehirn, aufgrund fehlender Wiederholung, die Vokabeln zu großen Teilen schon nach wenigen Stunden und Tagen wieder vergessen und nur lückenhaft abrufen kann.

Tipp: Konjugationen eines (unregelmäßigen) Verbes sollten nie gemeinsam gelernt werden. Immer ein Verb pro Lernkarte schreiben und am besten zunächst nur Verben einer Zeitform .

Lerne ich zum Beispiel go, went, gone zusammen, führt dies dazu, dass die meisten Schüler immer über alle drei Verben nachdenken müssen, um die zugehörige Zeitform zu finden. Das macht die Schüler sehr langsam und unsicher. Auch kennen die Kinder oft nicht die richtige Antwort auf die Frage: „Übersetze bitte have/has gone auf Deutsch.“ Die Antwort lautet oft: „gehen!“ Richtige Antwort wäre jedoch, bin gegangen. So entstehen erhebliche Probleme bei der Einführung der ersten Zeitformen.

Ein gezieltes Lerntraining zur Auflösung von bereits entstandenen Rechen- oder Lese-Rechtschreibschwächen erhalten Sie bei uns im Bonner Lerninstitut. Wir analysieren mittels Videoaufzeichnungen das spezifische Lernverhalten Ihres Kindes und passen die notwendigen Lerntechniken individuell an.